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Wie funktionert CO2-Extraktion?

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Wie funktionert CO2-Extraktion?

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Wer sich mit CBD beschäftigt kommt um den Begriff CO2-Extraktion nicht herum. Diese Methode um CBD-Extrakte herzustellen rückt immer weiter ins Rampenlicht und wird von einigen Personen regelrecht gehypet, da sie als schonend, ungiftig und sauber gilt. Aber wie funktionert CO2-Extraktion eigentlich?

Im Grunde genommen funktioniert die CO2-Extraktion wie herkömmliche Flüssiggas-Extraktionen auch. Der maßgebliche Unterschied liegt darin, dass das Lösemittel – also CO2 in seinem superkritischen Zustand – selbst hergestellt werden muss, da man es nicht abfüllen kann. Für die CO2-Extraktion benötigt man daher aufwendige Maschinen, die nur von Fachmännern bedient werden können.

Zuerst braucht man CO2 in seinem superkritischem Zustand. „Superkritisch“ bedeutet, dass das CO2 seinen kritischen Druck- und Temperaturpunkt übersteigt und somit einen Zustand zwischen flüssig und gasförmig erlangt. Das superkritische CO2 kombiniert die Vorteile des flüssigen und des gasförmigen Zustands. Es besitzt eine erhöhte Dichte, ähnlich der des flüssigen Zustands, eine verringerte Viskosität, ähnlich dem gasförmigen Zustand, keine Oberflächenspannung und erhöhte Diffusion.

Um superkritisches CO2 zu erhalten wird zuerst CO2 in Gasform in einen Kompressor gegeben und hohem Druck ausgesetzt. Anschließend wird das unter Druck gesetzte CO2 auf -56°C abgekühlt und dadurch in eine Flüssigkeit verwandelt. Daraufhin wird die Flüssigkeit mit einem speziellen Gerät erhitzt, während der Druck reguliert bleibt. Jetzt hat man superkritisches CO2.

Im nächsten Schritt wird das superkritische CO2 zusammen mit Pflanzenmaterial in einen Extraktor gegeben. Das CO2 fungiert nun als klassisches Lösemittel und löst die gewünschten Verbindungen (beispielsweise Terpene und Cannabinoide) aus dem Pflanzenmaterial.

Zu guter Letzt muss nun das Lösemittel vom Extrakt getrennt werden. Dafür wird das superkritische CO2 zusammen mit der extrahierten Mischung in einen Separator gegeben. Dieser trennt die Cannabinoide und das CO2 voneinander. Während das superkritische CO2 in einem Kondensator in seinen flüssigen Zustand zurückversetzt wird und somit wiederverwendet werden kann, wird das fertige Extrakt in Fläschchen abgefüllt. Der Prozess der CO2-Extraktion ist hiermit abgeschlossen.

Die Methode der CO2-Extraktion wird nicht nur für Cannabis verwendet, sondern auch für pflanzliche Bestandteile in Parfümen, Ölen oder ähnlichem. Besonders vorteilhaft ist dabei, dass die CO2-Extraktion die chemische Zusammensetzung des extrahierten Materials nicht beschädigt oder verändert (somit ist es unter anderem für die Wissenschaft von Nutzen). Darüber hinaus ist CO2 – in kleinen Mengen – ungiftig für Menschen und es werden im Gegensatz zu anderen Lösungsmitteln keine Rückstände hinterlassen. Da die Temperatur bei der CO2-Extraktion außerdem vergleichsweise niedrig ist, kann sie für viele Verbindungen angewendet werden, die bei anderen Extraktionsprozessen zerstört würden.

 

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