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CBD und Autismus

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CBD und Autismus

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Weltweit sind rund 73.9 Millionen Menschen von einer Autismusspektrumsstörung betroffen. Die Tendenz ist steigend und einige Wissenschaftler prognostizieren sogar, dass in den USA im Jahr 2025 die Hälfte aller Kinder an Autismus leiden wird. Medikamente gegen Autismus gibt es keine, verschiedene Therapien können lediglich dabei helfen die Symptome zu lindern. Kann Cannabis hier eine sinnvolle Alternative bieten?

Was ist Autismus?

Bei Autismus unterscheidet man zwischen vier grundlegenden Formen:

Asperger-Syndrom: Diese Form von Autismus tritt meist im Schulalter auf, sie ist im Vergleich zu den anderen Formen milder ausgeprägt.

Kanner-Syndrom: Das Kanner-Syndrom wird auch als frühkindlicher Autismus bezeichnet und ist die wohl bekannteste Form einer Autismusspektrumsstörung. Hier lässt sich die Störung bereits vor dem 3. Lebensjahr erkennen.

Atypischer Autismus: Der atypische Autismus ähnelt dem Kanner-Syndrom. Allerdings unterscheidet er sich durch ein atypisches Erkrankungsalter (nach dem 3. Lebensjahr) oder durch atypische Symptomatik (nicht alle Symptome des Kanner-Syndroms sind vorhanden).

Rett-Syndrom: Das Rett-Syndrom tritt zwischen dem 6. Lebensmonat und dem 4. Lebensjahr auf. Hierbei kommt die normale Entwicklung der Kinder zum Stillstand, nach und nach bilden sich einige Fähigkeiten zurück.

Im Rahmen einer Autismusspektrumsstörung kann eine Vielzahl von Symptomen auftreten. Die Symptomatik unterscheidet sich individuell, da eine Autismusspektrumsstörung auch unterschiedlich stark ausgeprägt sein kann. Zu den häufigsten Symptomen gehören:

– Kommunikationsstörungen

– Sprachstörungen

– begrenztes Interesse

– stereotype Verhaltensweisen und Bewegungen

– gestörte zwischenmenschliche Beziehungen

Autisten neigen dazu bestimmte Tätigkeiten immer nach dem gleichen Muster auszuführen. Dazu gehören auch gewisse Rituale. Ändern sich diese sind Autisten oft überfordert.

Autisten tendieren außerdem dazu, sich von ihrer Umwelt abzuschotten. Sie sind nicht oder nur sehr eingeschränkt in der Lage Beziehungen zu anderen Menschen aufzubauen und wirken häufig seltsam oder unnahbar. Auf Kontaktversuche reagieren sie meist abweisend, vor allem auf Blick- oder Körperkontakt.

Hinzu kommt, dass Autisten oft unter Schlafstörungen, Angststörungen und Esstörungen sowie unter Bewegungsunruhe und unter Umständen Tics leiden.

Wie eine Autismusspektrumsstörung entsteht ist bisher nicht eindeutig geklärt. Man geht allerdings davon aus, dass verschiedene Faktoren, wie genetische Veranlagung oder die Einnahme bestimtmer Medikamente während der Schwangerschaft das Risiko erhöhen.

Auch Medikamente gegen Autismus gibt es keine, die Krankheit ist bis dato nicht heilbar. Nichtsdestotrotz gibt es verschiedene Therapiemöglichkeiten um die normale Entwicklung des Kindes zu fördern. Dazu zählen unter anderem Verhaltenstraining, Ergotherapie, Sprachtraining, Krankengymnastik, Musiktherapie oder Kunsttherapie. In gewissen Fällen werden auch Neuroleptika oder Benzodiazepine verschrieben, um Begleiterscheinungen von Autismus zu lindern.

Die Therapie muss individuell angepasst werden, somit ist eine allgemeingültige Aussage nicht möglich. Eine wichtige Rolle spielen jedoch immer die Eltern. Der Umgang mit einer Autismusspektrumsstörung kann sehr belastend sein, Eltern sollten die Krankheit jedoch akzeptieren und ihr Kind bestmöglich fördern. Im Rahmen einer Therapie können auch Eltern lernen, besser mit der Krankheit umzugehen.

Wie kann Cannabis helfen?

Im Internet lassen sich massenhaft Erfahrungsberichte finden, die die Wirkung von Cannabis bei Autismus zu belegen scheinen. Liest man einige dieser Erfahrungsberichte fällt jedoch schnell auf, dass die genauen Auswirkungen individuell unterschiedlich sind. Während einige Kinder positiv auf CBD reagieren, zeigt bei anderen THC eine bessere Wirkung. Was sagt die Wissenschaft dazu?

Einige Studien zeigen auf, dass bei einer Autismusspektrumsstörung die Konzentration der CB1-Rezeptoren in denjenigen Hirnregionen am höchsten sind, die bei Autismus dysfunktional sind. Eine Störung des Endocannabinoidsystems wird daher als möglicher Grund für die Entstehung von Autismus gesehen. Die Aktivierung der CB1-Rezeptoren während der frühen Kindheit unterbricht die normale Entwicklung des Gehirns und könnte somit zu Autismus führen.

Eine kürzlich erschienene Studie, an der 60 autistische Kinder teilnahmen, zeigt, dass Verhaltensausbrüche bei den Kindern, nach einer Behandlung mit CBD stark zurückgingen (rund 61%). Auch Angst- und Kommunikationsprobleme sowie Schlafstörungen, Reizbarkeit und Appetitlosigkeit schinen sich durch die Behandlung mit CBD zu bessern.

Diese beiden Forschungsergebnisse legen nahe, dass die Verabreichung des CB1-Antagonisten CBD die Symptome einer Autismusspektrumsstörung deutlich verbessern kann. Ist eine Aktivierung des CB1-Rezeptors in der frühen Kindheit tatsächlich der Auslöser autistische Störungen, könnte CBD diesen Effekt stoppen.

Cannabis kann Autismus zwar nicht heilen, das medizinische Potenzial um die Symptome der Krankheit zu lindern lässt sich jedoch nicht leugnen. Auf diesem Gebiet sollte daher unbedingt weiter geforscht werden.

 

 

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